Google Home Assistant ausgepackt

Nach langem Warten ist es soweit, der Alexa Konkurrent Google Home ist endlich in Deutschland verfügbar. Allerdings fiel das Erscheinungsdatum in meinen Urlaub und so musste jetzt der neue Assistent auf mich warten.

Verwöhnter Amazon Kunde

Meine erste Überraschung ging mit der Bestellung los: auch wenn diverse Händler Google Home in Deutschland anbieten, bei Amazon kann man das Milchkännchen nicht erwerben. Na gut, dann eben direkt bei Google. Versand kostenlos, aber 4 Tage Lieferzeit sind nichts für Prime-Verwöhnte. Rechnungen beizulegen ist ja heute nicht mehr üblich, aber dass ich über den Google Telefonsupport erfahren musste, dass ich die Rechnung wohl erst in 30 Tagen ausdrucken kann, erstaunt dann wirklich.

Ausgepackt und angeschlossen

Die Verpackung ist wertig und macht großen Eindruck. Drin steckt dann ein erschütternd kleines Gerät. Der typische Online-Effekt: man weiß erst nach dem Auspacken, was man erworben hat. Google Home App auf dem Smartphone installieren und connecten und dann in die Einrichtung.
Da ging es dann erstmal nicht weiter, weil mein Smartphone und das Google Home nicht im gleichen Netzwerk seien. In den Support Foren fand ich dann, dass es wohl eine sehr gute Netzwerkverbindung braucht und so habe ich noch meinen WLAN-Repeater versetzen müssen, damit die Einrichtung stabil lief.
Die Einrichtung und die Foren eröffnen recht schnell, dass es sich hierbei um ein aufgemotztes Chromcast Gerät handelt. So erklären sich dann auch Foto- und Videofunktionen, die allerdings wieder eine Kopplung mit einem Chromcast im TV erfordern.

Funktionen

Einzurichten gibt es da nicht viel: Standort und Newsquellen. Diese sind sämtlich Podcast, vorgelesen wird nichts. Das schränkt die Auswahl doch ziemlich ein. Alle Musikdienste sind kostenpflichtig. Also erstmal keine Musik. Mit der Einrichtung ist man wirklich in 5 Minuten fertig, denn es gibt nicht viel, was man auswählen kann.

Und dann diese Stimme

Wetter und News macht sie brav. Die Stimme ist ein wenig quäckend. Nicht gerade so, dass man sich das Wetter dreimal anhört, um die Stimme nochmal zu hören. Ein paar eingebaute Gimmicks und Antworten aus der Wikipedia. Auf Anhieb erst einmal mehr, als Alexa, aber doch recht kurz. Und bei Fragen, die ich zuletzt selbst gegoogelt habe, weiß sie dann doch nicht weiter. Von einer echten Hilfe sind beide Konkurrenten weit entfernt, aber Alexa hört man lieber sagen, dass sie nichts weiß.

Erster Eindruck

Die Grundfunktionalität des Google Home Assistent scheint auf den ersten Blick größer zu sein, als bei Amazons Alexa. Und genau wie bei Amazon hat man mehr davon, wenn man in der Welt des jeweiligen Anbieters lebt. Mit einem Google Play Konto, Chromcast und einem Google Kalender macht das Gerät viel mehr Sinn. Was mir fehlt, sind die Skills: die Koch-App, die Newsfeeds und die Mini-Spiele. Und die Stimme macht nicht wirklich Lust auf mehr.
Normalerweise hat man keine Chance auf einen zweiten Eindruck, aber ich werde sie dem Google Assistenten geben. Das kann es nicht gewesen sein.